OKGIS - Offenes Katastrophenmanagement mit freiem GIS  
 
 

Das Verbundvorhaben wird unter der Projektleitung durch die FH Mainz gemeinsam mit der FH Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven und der FH Osnabrück duchgeführt. Das Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung eines offenen Gesamtkonzepts für die Verwaltung, Nutzung, Visualisierung und mobile Erfassung von Geodaten auf Basis offener Standards des Open Geospatial Consortiums für Standard-basierte Geodienste im Umfeld des Katastrophenmanagements.

Zugriff auf verteilte Geodatenserver für eine Web Mapping-Anwendung (OGC 2003)

Durch die Entwicklung von freien Softwarekomponenten, die in ein prototypisches Katastrophenmanagementsystem münden, wird die Realisierbarkeit eines Systems gezeigt. Dabei wird auch berücksichtigt, dass verschiedene Nutzertypen im Einsatz auf verschiedene Klienten zurückgreifen (z.B. Mobil oder Desktop-PC).
Besonderer Augenmerk wird bei der Entwicklung auf die Nutzung neuer Software und Standards gelegt, die in eine Evaluierung bzgl. Ihrer Eignung zur Verwendung im Katastrophenschutz münden soll.

Als Beispielszenario für geogene Katastrophen werden in diesem Projekt Hochwasser und Überschwemmungen (mit unterschiedlicher Ursache) exemplarisch bearbeitet. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Osnabrück und den Stadtwerken Osnabrück, um die Erfordernisse in Deutschland abbilden zu können. Parallel haben sich die Verantwortlichen des EU-Projektes MILES, die u.a. den technischen Infrastrukturaufbau in Sri Lanka unterstützen, bereit erklärt, die Erfordernisse in Entwicklungsländern und speziell in Südostasien in das Projekt einzubringen. Schwerpunkt sollen auch hier Hochwasserereignisse sein.
Alternativ dazu wird unter Bezugnahme auf die aktuellen gesellschaftspolitischen Ereignisse mit dem Szenario „Bombenanschlag“ ein Beispiel, diesmal für anthropogene Katastrophen, exemplarisch umgesetzt (das Szenario kann äquivalent zu dem ähnlichen Szenario Bombenfund behandelt werden).

Ablaufschema einer Evakuierung bei einem Bombenfund (vereinfacht nach Biermann et. al. 2006)

Aufgrund der offenen und erweiterbaren Struktur (s.Kap. "Systemaufbau") ist es jedoch möglich, jedes denkbare Szenario aus dem Katastrophenschutz zu implementieren.

 

Ein Projekt des i3mainz Ein Projekt des IAPG Ein Projekt der Fakultät für Ingenieurwissenschaft und Informatik
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