OKGIS - Offenes Katastrophenmanagement mit freiem GIS  
 
 

Die Projektpartner bearbeiten im Verbundprojekt folgende drei Schwerpunkte:

  • FH Mainz: Offene Geodateninfrastruktur
  • FH Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven: Mobile Geodatenvisualisierung und Erfassung
  • FH Osnabrück: Räumliches Unterstützungssystem für Leitstellen

 

Schwerpunkt FH Mainz

Die Hauptaufgabe dieses Teilprojektes ist die Weiterentwicklung der Basiskomponenten für die Realisierung einer Open-GIS-konformen Geodateninfrastruktur (GDI) für das Katastrophenmanagement. Diese Komponenten müssen installiert, integriert und die Datenzugriffskomponenten den anderen Teilprojekten zur Verfügung gestellt werden.
Bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der GDI-Server-Komponenten wird auf den aktuellen Standardisierungsprozess des OGC (und anderer Standardisierungsorganisationen wie dem W3C und ISO) geachtet und als OGC-Mitglied mit dem erworbenen Know How aktiv an der Optimierung der Standards mitgearbeitet.
Um auch unabhängig von den anderen Teilbereichen einen eigenen Klienten zum Testen der Server-Dienste zur Verfügung zu haben, wird ein Webbrowser-basierter Klient entwickelt.
Die wesentlichen Teilsysteme, die es zu spezifizieren, zu implementieren und zu integrieren gilt, sind:

  • Teilsystem „Kaskadierende Geodatenaktualisierung“: kaskadierender und verteilter Zugriff auf Geodaten und –dienste (inkl. Aktualisierung von Geodaten).
  • Teilsystem „Basis GDI“: Aufbau und Erweiterung der raumbezogenen Server-Komponenten für eine GDI auf Basis des deegree2 Frameworks.
  • Teilsystem „Alert Notification“: Entwicklung eines Alert Notification Mechanismus im Katastrophenfall.
  • Teilsystem „Sensoranbindung“: Server-seitige Unterstützung der Anbindung von Sensoren gemäß des OGC Sensor Web Enablement.
  • Teilsystem „Webclient“: Serverbasierte „Thin Client“-Lösung zur Information der betroffenen Öffentlichkeit

 

Schwerpunkt FH Oldenburg

Für die GDI wird eine mobile Visualisierungs- und Erfassungskomponente auf Grundlage von SVG (Scalable Vector Graphics) entwickelt. Die Anwendung ist für den Einsatz mit mobilen Endgeräten wie PDA oder Tablet-PC gedacht. Damit können im Feldeinsatz Sach- und Geometriedaten angefordert, dargestellt und aktualisiert werden. Der Viewer soll ebenfalls die Aufnahme von Sensordaten unterstützen.
Im Einzelnen sind dafür umzusetzen:

  • Die Ankopplung an OGC-konforme Geodienste
  • Die Integration von Formularen und Erfassungselementen mit dem XML Standard XForms
  • Die Rückführung von erfassten Informationen sowohl online als auch offline
  • Ankopplung und Integration von externen Sensoren

 

Schwerpunkt FH Osnabrück

Geobasiertes Unterstützungssystem zur Entscheidungsfindung.
In den Einsatzzentralen greifen lokal installierte Fachschalen auf die GIS-Dienste und Server-Komponenten der GDI zu. Die hierdurch gewonnenen Daten werden aufbereitet und bieten die Grundlage für automatisierte Verfahren zur Entscheidungsunterstützung. Das Unterstützungssystem soll als „Rich Client“-System in den Einsatzzentralen installiert werden.
Merkmale und Aufgaben des Klienten:

  • Verwendung räumlicher und objektbezogener Daten aus unterschiedlichen Quellen
  • Einbeziehung zeitnaher Informationen von mobilen Kräften vor Ort
  • Bereitstellung situationsbezogen aufbereiteter und verschnittener Daten, einschließlich Entscheidungshinweise für den Stab und die mobilen Kräfte vor Ort
  • Entscheidungsunterstützender Algorithmen
  • Abbildung von zusammengesuchten und verschnittenen Informationen als Szenarien
  • Datenbank für konfigurierte Szenarien
  • Erweiterung und Ergänzungen vorhandener Datenbanken und Kataster
  • Anbindung bestehender Katastrophen-Management-Systeme, sofern diese entsprechende offene Standard-Schnittstellen verwenden
  • Mechanismen für Protokollführung zur Dokumentation

 


 

Projektpartner

FH-Mainz:

Prof. Dr. Alexander Zipf (Koordination)
Dipl-Ing (FH) Albrecht Weiser
i3mainz – Institut für Raumbezogenen Informations- und Messtechnik

FH-Oldenburg / Ostfriesland / Wilhelmshaven:

Prof. Dr. Thomas Brinkhoff
Prof. Dr. Jürgen Weitkämper
Dipl.-Ing. (FH) Christian Rolfs
Institut für Angewandte Photogrammetrie und Geoinformatik (IAPG)

FH-Osnabrück:

Prof. Dr. Jürgen Biermann
Prof. Dr. Theo Gervens
Fakultät Ingenieurwissenschaft und Informatik

Mit den Projektpartnern lat/lon (Bonn), Intevation (Osnabrück) und Leiner&Wolff (Heidelberg) konnten renommierte Firmen gewonnen werden, die umfangreiche Expertise in ihren Arbeitsgebieten haben.

Die Berufsfeuerwehr von Osnabrück sowie die Stadtwerke Osnabrück stehen dem OK-GIS Konsortium mit Fachkompetenz und Know-How als erfahrene Anwender zur Seite. Weiterhin profitiert OK-GIS von den Erfahrungen über Katastrophenschutz im Ausland des EU-Projekts MILES (Vertreten durch die Stadt München).

Ein Projekt des i3mainz Ein Projekt des IAPG Ein Projekt der Fakultät für Ingenieurwissenschaft und Informatik
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